Dass die Biosaatgutproduktion von Sativa auf dem richtigen Weg ist, wissen wir spätestens seit sie den Förderpreis für die Züchtung einer extrasüssen Zuckermaissorte bekommen hat.
Die treibende Kraft für die Arbeit von Sativa ist grundsätzlich die Forderung nach Saatgut, das unseren Anforderungen und klimatischen Bedingungen entspricht. 90 Prozent des Saatguts für Zuckermais kommt aus Amerika und erst noch aus dem selben Tal. Weltweit gibt es bloss fünf grosse Züchter von Süssmais, darunter Monsanto und Syngenta. Auch in der Schweiz müssen wir unabhängiger werden von den Saatgutmultis!
Sativa hat da Pionierarbeit geleistet: Amadeus Tschunke und Friedeman Eberle züchteten aus 50 Hybridsorten in sieben Jahren einen für Europa einzigartigen Zuckermais. Gewöhnlich entwickeln grossen Firmen Hybridsorten aus samenfesten Sorten, um unsere Abhängigkeit zu fördern. Die Fachleute von Sativa gingen den umgekehrten Weg: Die Hybridsorten wurden ausgesät, die schönsten vollen Kolben zurückbehalten und das nächstes Jahr wieder ausgesät. Und so weiter, bis heute nach sieben Jahren eine samenfeste Sorte vorliegt. Diese Arbeit finde ich wirklich lobenswert. Wir haben ein biologisches gentechfreies Saatgut, das an unsere Bedingungen angepasst ist – das einzige Zuckermaissaatgut aus Europa.
Die Fragen und Feststellungen der anwesenden Gäste aus Indien, Niger, Nicaragua und Guinea-Bissau zielten in dieselbe Richtung. Das wichtigste wird künftig sein, Saatgut zu besitzen, das an die klimatischen Bedingungen und die Böden des jeweiligen Landes angepasst ist. Lilith Hübscher, Präsidentin von Gen-Au Rheinau, zeigte in ihrer Begrüssungsansprache eine- blauen Mais aus Peru, der auf 3000 Meter über Meer wächst. Bei uns würde dieser sicher nicht wachsen, und andererseits unser Mais auf 3000 Meter auch nicht.
Manuela Ganz, Biosuisse
Das Fazit: Jedem Land sein eigenes Saatgut – nicht nur beim Mais, sondern bei der ganzen Saatgutpalette!








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