4. Februar 2008. Die Hazienda von Señor Chon Qui ist riesig: Auf 4000 Hektaren wachsen Ölpalmen, 143 Pflanzen pro Hektare, schön in Reih und Glied wie Soldaten beim Defilee. Und auf 1800 Hektaren werden Bananen produziert, 1400 Stauden haben auf einer Hektare Platz. Unmengen von Tonnen Palmölnüsse und Bananenbüschel verlassen pro Jahr die Farm. Die Bananen gehen alle in den Export, werden deshalb meist vier Wochen vor der richtigen Reife geerntet, damit sie den Transport unbeschadet überstehen können. Sehr sorgfältig werden die Früchte behandelt, der kleinste Schlag und sie sind beschädigt. Weniger sorgfältig erscheint einem der Umgang mit der Natur. Mit dem Flugzeug werden die Stauden alle zwei Wochen gegen eine Pilzkrankheit behandelt, der Boden zwischen den Stauden sieht tot aus und riecht komisch. Nichts wächst ausser den Bananenstauden. Anders im Palmenwald: Eine Leguminose bedeckt den Boden, bringt Stickstoff hinein und verhindert, dass zu viel Wasser verdunstet und sich Unkraut breit macht. An den schuppigen Palmenstämmen wachsen Gräser und Farne, der Boden sieht aus wie in einem Mischwald. Mit Macheten an langen Stangen schneiden die Arbeiter die Palmnusstrauben von den Ansätzen der Palmwedeln heraus. Eine harte Arbeit, die Schweizer Bauern versuchen sich auch darin. Die Einheimischen staunen, ob ihrer Geschicklichkeit, die Schweizer staunen über die riesigen Flächen. Und alle staunen darüber, wie billig die Lebensmittel weltweit sind: Sieht man die Arbeit dahinter, versteht man die Welt nicht mehr.
Susanne Hochuli
Fotos: Daniel Ammann




Hallo Freunde in der Bananenplantage oder/ im Bananengarten!
Liebe Maya,
Warum.. ist die Banane krumm?
Unglaublich für uns, was ihr alles so in diesen grossen Unmengen der Monokulturen im grünen Bananengarten mithaltet! Arbeiterlohn im vergifteten Kulturland ist sicher für die Menschen sehr hart und mit viel Ausdauer. Eure Berichte sind für uns sehr interessant, und essen wir doch Alle gerne genüsslich in Europa weiter Bananen!
Wir konsumieren nur Bio-Bananen! Ein Sprichwort hab ich auch für Euch:
„Naturgesetze lehren uns was möglich ist, aber nicht das, was Richtig ist!“
Genüsslich essen wir viel lieber ein Bio-Apfel von unserem Obtgarten!
Liebe Grüsse von Wiggers Biohof. Elisabeth und Martin