4. Februar 2008. Am Ufer des Rio Galina, des Hühnerflusses, erwartet uns Sämi von Rütte, ein echter Grindelwaldner, der trotz 25 Jahren Ecuador ein breites, sympathisches Berndeutsch spricht. Mit einem wackligen, schmalen dafür sehr langen Holzboot setzen wir über zur Kakaoplantage. Von Rütte ist stolz: Er und sein Compagnon sind die ersten in Ecuador, die Kakaobäume zu pfropfen begannen. Sein Aroma-Kakao, den er auf 300 Hektaren erntet, gehört zu den drei bis vier besten im Land. Der grösste Teil seiner Bohnen verkauft er nach Europa. Nestlé France macht daraus dunkle Schokolade. Doch nun will Sämi von Rütte einen neuen Markt aufbauen: Er lässt in Ecuador selber Schoggi herstellen und verkauft diese, aber nur an exklusive Läden. In der Schweiz zum Beispiel betreiben in Ulmiz, Kanton Freiburg, zwei Frauen eine Chocolaterie, dort ist die ecuadorianische Schoggi der Orecaoque zu kaufen. Zu einem teuren Preis, aber den zahlt man gerne. Die Schoggi besteht zu 70% aus Kakao, der Rest ist Zucker. Den Kakaogeschmack hat man noch lange im Mund. Wie wär’s mit Bio und Fair Trade Handel? Von Rütte sagt, zuerst wolle er seine Qualität weiter verbessern. Wichtig ist ihm auch, dass er dem internationalen Kakaohandel weiterhin ein Schnippchen schlagen kann, indem er seine Kakaobohne selber veredelt und dadurch mehr verdient.
Susanne Hochuli
Fotos: Daniel Ammann




Guten Tag Frau Gillieron
ich leite Ihre Anfrage an die bei SWISSAID zuständige Person weiter, eventuell kann sie Ihnen weiterhelfen.
Freundliche Grüsse
Pia Wildberger