Wasser für alle

1. Februar 2008. Der Bezirk La Esperanza hat seine Zukunft selber in die Hände genommen: Wasser ist Leben, das wissen die Menschen. Deshalb hat sich der Wasserrat gegen die Privatisierung der Trinkwasserversorgung gewehrt. Weshalb sich etwas aus den Händen nehmen lassen, das man selber aufgebaut hat, und das bestens funktioniert? Rechtlich gesehen liegt die Verwaltung des Wassers in den Händen des Verbrauchers, und genau darauf pochen die Menschen von La Esperanza. Mit Erfolg.
Noch sind einige Verfahren hängig, doch es sieht gut aus. Deshalb kämpft der Wasserrat jetzt auch darum, das Bewässerungswasser verwalten zu können. Am Anfang des Bewässerungskanals liegen grosse Blumenfarmen, die den kleinen Landwirtschaftsbetrieben im wahrsten Sinn des Wortes das Wasser abgraben. Das wird sich ändern.
Eine grosse Demonstration hat die Entschlossenheit der Menschen gezeigt und der Wasserrat wurde als rechtliche Person anerkannt. Jetzt kann er auf einer anderen Ebene um das Wasser kämpfen. Mit Hilfe von Swissaid wurden bereits zwei Reservoir gebaut. Achtzig Familien können jetzt wieder Nahrungsmittel anbauen für sich und den Markt. Dadurch werden sie unabhängiger vom Lohn der Blumenfarmen. Sie leben wieder gesünder, ohne Pestizidrückstände, und selbstbewusster.
Susanne Hochuli

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