Dank der Minga zum Erfolg

1. Februar 2008. Die Minga ist in den Händen der Indigenas ein machtvolles Instrument. Dank ihr konnten die Menschen aus La Esperanza 30 Kilometer Trinkwasserleitungen verlegen. Dank ihr konnten sie Tausende von Menschen organisieren, die für den Schutz der Lagunas (Seen) in den Paramos demonstrierten oder die für ihre Wasserrechte auf die Strasse gehen. Minga ist die Pflicht zur Freiwilligenarbeit für die Gemeinschaft. Ob in Virgen de las Nieves, Santa Rosa de Chuquipoguio oder in Niton, überall war Minga im Spiel, wenn es darum ging, die Arbeit für die Wasserprojekte zu leisten. Alle helfen mit, in La Esperanza haben Sechs- aber auch Achtzigjährige ihre Minga gemacht und geholfen, die sechs Meter für die Leitung zu graben, die jeder Familie zugeteilt wurden.Und wie beim Indigena-Aufstand vor 20 Jahren, der das ganze Land lahm gelegt hatte, der bewirkt hat, dass es vorwärts ging mit der Landreform, wird auch heute an die Minga appelliert und die Menschen folgen ihr auf die Strasse. In La Esperanza haben die Menschen dagegen demonstriert, dass Private die Lagunas in Besitz nehmen konnten, Private, die das Wasser für ihre riesigen Blumenfarmen nutzen wollten. Auch gegen die Privatisierung der Trinkwasserversorgung gingen die Menschen friedlich auf die Strasse, ebenso für das Recht, die Bewässerungskanäle selber verwalten zu können. Immer friedlich und mit viel Musik: „Gekämpft wird bei uns im Büro“, sagt der Präsident des Wasserrates Ilhario Morocho, „hart und erfolgreich gekämpft.“Susanne Hochuli

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