Meerschweinchen – ein Festessen in Ecuador

30. Januar 2008. Die Frauen der Corporacion de mujeres aus dem Dorf Pillaro sind selbstbewusst. Schliesslich tragen sie mit ihrer Bio-Gartenarbeit, mit der Zucht und Haltung von Kaninchen und Meerschweinchen dazu bei, dass die Haushaltskasse gefüllt ist, dass das Schulmaterial für die Kinder bezahlt werden kann. Das macht stolz und unabhängiger. Die Frauen der Corporacion sind Spezialistinnen in der Meerschweinchenzucht. Diese Tiere sind sehr gesund, ihr Fleisch hat 22 % Protein und nur 7 % Fett. Meerschweinchen – und das ist nichts für weiche Gemüter – werden geschält. Man tötet sie, hält sie in heisses Wasser und dann wird das Fell abgeschabt. Ein Festessen hier in Ecuador.Jeden Samstag sind die Frauen auf dem Markt in Ambato anzutreffen. Dort verkaufen sie ihr Gemüse, die Heilkräuter, die Früchte, alles schön präsentiert, alles Biologisch! 35 Frauengruppen haben sich in der Umgebung gebildet; sie tauschen nicht nur Wissen und Samen aus, nein, sie haben einen Sparfonds gegründet, der ihnen in Notlagen hilft. Träume haben auch sie: Sie wollen noch besser werden in der Samenvermehrung des Gemüses, sie wollen ihre Produkte verarbeiten und damit eine höhere Wertschöpfung erzielen. Sie hoffen, neue Arbeitsplätze zu erschaffen und dadurch ihre Kinder auf dem Land behalten zu können. Swissaid wird sich Ende Jahr aus diesem Projekt zurückziehen. Die Frauen stehen auf eigenen starken Beinen.
Susanne Hochuli
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1 Antwort zu „Meerschweinchen – ein Festessen in Ecuador“


  1. 1 kb Februar 3, 2008 um 8:26

    ich bin in peru mal zu einer meerschweinchen-mahlzeit eingeladen worden. was ist daran so schlimm? das fleisch schmeckt lecker und wird sehr fein zubereitet. ich sehe nicht ein, wo der unterschied zwischen kaninchen und meerschweinchen sein soll. in der schweiz sagt schliesslich auch niemand es sei „nichts für weiche gemüter“, wenn kaninchenfleisch auf den tisch kommt.
    in diesem sinne: buen provecho!


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