29. Januar 2008. In Santa Rosa de Chuquipoguio dominieren grössere Felder die Landschaft als in La Virgen de las Nieves. Vor allem Zwiebeln, Karotten, Kartoffeln werden hier angebaut; die Milchwirtschaft spielt aber eine immer grössere Rolle. Aus Peru kommt billigeres Gemüse ins Land. Weshalb sollten die Leute Produkte anbauen, die sie nicht mehr verkaufen können, weil sie zu teuer sind, zu teuer auch ohne Transportkosten? Weltweit das gleiche Problem.
Dieses Dorf hat vor über zwölf Jahren mit Swissaid zusammen ein Trinkwasserprojekt erarbeitet, es funktioniert noch heute. Vor zwei Jahren haben sich die Indigenas wieder an die Organisation gewendet, weil sie hoffen, mit einem Bewässerungsprojekt eine bessere Futtergrundlage für ihr Vieh zu erhalten. In der Trockenzeit wird das Futter knapp für die Kühe, sie werden verkauft, die Preise purzeln. Dann, kaum beginnt die Regenzeit, kaufen sich die Bauern wieder Kühe zu Preisen, die horrend ansteigen wegen der Nachfrage. Hier kann Wasser helfen. Das Bewässerungsprojekt ist fast fertig, aus Freude darüber und zu Ehren des Schweizer Besuches wird ein Fest gefeiert, mit Musik, Tanz, Essen und unblutigem Stierkampf für halbwüchsige Männer und Stiere.
Susanne Hochuli





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