31. Januar 2008. Wenn Wasser nach Niton fliessen kann, ist fast alles möglich im Leben. Niton liegt 3100 Meter über Meer auf einem Hügel der Sierra, einem trockenen Gebiet. Von Trinkwasser wurde jahrelang nur geträumt. Von Niton fällt der Hang steil hinab bis zum Fluss Rio Patate auf 2000 Metern Höhe. Gegenüber liegt ein Berg, der mehr Regen hat als Niton. Die Nebel aus l’Oriente verfangen sich dort. Unmöglich, hiess es von staatlicher Stelle, dass Trinkwasser vom feuchten Berg nach Niton gebracht werden könne. Doch während neun Jahren haben 820 Familien freiwillig an ihrem Traum gearbeitet: Auf einer Höhe von 3400 Metern fassten sie auf dem feuchten Berg eine Quelle. Sie gruben, pickelten, schleppten Zementsäcke die steilen Hänge hoch. 17 Kilometer Rohre für die Hauptleitung mussten verlegt werden, ein Rohr, 12 Meter lang, wiegt 350 Kilogramm. Und die ganze Zeit waren sie nicht sicher, ob es funktioniert: Dass das Wasser vom feuchten Berg bis zum Rio Patate herunterfliessen wird, versteht jedes Kind. Dass das kostbare Gut dank einer Hängebrückekonstruktion, welche die 60 Meter frei schwebenden Röhren trägt, den Fluss überqueren kann, ja, das geht. Aber dann: Vom Fluss bis nach Niton muss das Wasser 1100 Meter den Hügel hochfliessen. Funktioniert das? Arbeiten wir für die Katze? Die Leute hatten keine Zeit für solche Gedanken. 75 000 Arbeitstage stecken im Wasserprojekt. Das Trinkwasser fliesst noch heute für 1000 Familien den Berg hinauf nach Niton, sechs Jahre nach dem Ende des Swissaidprojektes.
Susanne Hochuli


Salli miteinander!
Dank „bioaktuell“ führt Eure Reise auch auf heimische PCs. Prima! Informationen über „bilaterals.org“ und „grain.org“ lassen mehr im Allgemeinen die globale Landwirtschafts-Situation miterleben. Euer unmittelbares Hinschauen hat sicherlich für das Zusammenwachsen von uns Betroffenen eine anhaltende Tiefenwirkung. Es ist gut, wenn nicht nur die Probleme weltumspannend sind, sondern auch Interesse am Andern, tätige Solidarität und gelebte Menschlichkeit!
Weisheitsvolle Wärme-Brücken bauen, oder – in Anlehnung an Eure Berichte: intelligent love-pipelines!
Fruchtbare Begegnungen dort drüben! tom
Sali mitenand, liebe Maya,
Eure Berichte lesen wir mit viel Interesse und Freude. Sehr beeindruckend und lehrreich was ihr in Ecuador und Peru so alles erlebt. Die Projekte der Swissaid sind sehr vielversprechend und überzeugend.
Wir freuen uns auf weitere Blogs und Fotos von eurer südamerikanischen Reise, und wünschen euch allen eine schöne Zeit.
Que se divierten, y hasta pronto en Suiza!
Elisabeth und Marin Wigger