Von der Kapitale ins Hochland

Der Gegensatz hätte am ersten Tag in Ecuador grösser nicht sein können. Am Morgen noch in der pulsierenden Grossstadt Quito, am Nachmittag im kleinen Bergdorf Virgen de las Nieves. Dazwischen lag eine abwechlungsreiche Berg- und Talfahrt durch sattgrüne Landschaften mit vielen Hecken und Bächen. War das nicht Cornwall, Irland oder Neuseeland? Nein, die Provinz Chimborazo im Süden von Quito kann all das auch bieten. Und dazu noch viel mehr!Riobamba ist eine pulsierende Provinzstadt. Im Landwirtschaftszentrum kümmert sich ein rühriger Advokat und Bauer in einer Person, unterstützt von vielen freiwilligen Helfern, um die Landwirte der Region. Jeweils im April organisiert er eine kleine „Olma“. Sein Ziel: Die Bauern sollen innovativer und wettbewerbsfähiger werden, und gleichzeitig mehr Eigenverantwortung tragen.
Mehr Eigenverantwortung trägt auch eine Dreihundertschaft Menschen im Bergdorf Virgen de las Nieves. Auf 3400 Meter über Meer. Thomas Hitz hat hier in den letzten Jahren mit Swissaid ein Wasserbauprojekt realisiert und so den Menschen hier oben das langfristige Überleben erst möglich gemacht. “Kartoffeln sind Teil meines Lebens“, sagte uns ein Bauer, als er voller Stolz vom erfolgreichen Kartoffelanbau sprach. Thomas „el Suizo“ ist überzeugt, dass dieses Dorf eine Zukunft hat: „Wenn jemand entschieden hat, etwas zu verändern, hat er einen Teil des Problems bereits gelöst.“

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